Die Definition hat sich heute geändert.
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Die Agoraphobie war früher allein die Angst vor öffentlichen Plätzen oder weiten Straßen, genauer: vor Menschenansammlungen, vor der Öffentlichkeit. Heute versteht man unter Agoraphobie:
- Nach wie vor die Angst vor weiten Plätzen, Alleen, Straßen, (leeren) Sälen und (Kirchen-) Räumen usw., jedoch nur noch selten als alleiniges Krankheitszeichen.
- Furcht und damit Vermeidung von Situationen, in denen es besonders unangenehm oder gefährlich sein könnte, einen Angstanfall zu bekommen: das "schützende" Haus zu verlassen und (allein!) zum Einkaufen, zur Arbeit, zur Freizeitbeschäftigung usw. zu gehen.
- Der Einsatz schwer nachvollziehbarer, z. T. lächerlich wirkender Hilfsmittel zur Milderung solcher Ängste wie z. b. Begleitperson, symbolische Schutzobjekte wie Spazierstock oder andere vertraute Gegenstände, Kinder- oder Einkaufswagen, Haustier, "fluchtgesicherte" Eckplätze in Türnähe, ja Sonnenbrille usw.
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